Grundlage der Ernährung eines Tennisspielers
An normalen Trainings- und Turniertagen sollte die Ernährung ausgewogen sein. Der Spieler braucht Kohlenhydrate, Protein, gesunde Fette, Gemüse, Obst und genug Flüssigkeit. Kohlenhydrate sind im Tennis besonders wichtig, weil sie schnelle Energie für Starts, Schläge, lange Ballwechsel und wiederholte Beschleunigungen liefern. Praktische Empfehlungen zur Tennisernährung weisen darauf hin, dass Tennisspieler ihre Glykogenspeicher durch ausreichende Kohlenhydratzufuhr erhalten müssen, während Protein für die Erholung nach Belastung gebraucht wird.
Gute Kohlenhydratquellen: Reis, Pasta, Buchweizen, Kartoffeln, Haferflocken, Brot, Bananen, Obst und Trockenfrüchte.
Protein Quellen: Eier, Huhn, Fisch, Fleisch, Hüttenkäse oder Quark, Joghurt, Käse und Hülsenfrüchte.
Gesunde Fette: Nüsse, Avocado, Olivenöl und Fisch.
Gemüse und Obst sind nicht nur da, damit der Teller gesund aussieht. Sie unterstützen Verdauung, Vitamine und die allgemeine Gesundheit.
Für einen jungen Sportler ist auch das andere Extrem gefährlich: fast ohne Essen zu spielen, "damit man sich leichter fühlt". In Wirklichkeit führt das oft zu Schwäche, Reizbarkeit, Konzentrationsverlust und schlechter Regeneration.
Vitamine und Mineralstoffe: was für junge Tennisspieler wichtig ist
Vitamine und Mineralstoffe geben keine schnelle Energie wie Kohlenhydrate, aber ohne sie regeneriert der Körper schlechter, verträgt Belastung schlechter und kann schneller müde werden. Für junge Tennisspieler sind Kalzium, Vitamin D, Eisen, Magnesium, Natrium und Kalium besonders wichtig. Bei Jugendlichen, die aktiv trainieren, ist Aufmerksamkeit für Kalzium, Vitamin D und Eisen wegen Wachstum, Knochenbelastung und Mangelrisiko besonders wichtig.
Kalzium und Vitamin D
Kalzium wird für starke Knochen und Zähne, normale Muskelarbeit und das Nervensystem benötigt. Im Tennis ist das wegen ständiger Starts, Stopps, Sprünge, Rutschbewegungen und scharfer Richtungswechsel wichtig. Für Kinder von 9 bis 13 Jahren und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren liegt ein Referenzwert für Kalzium bei etwa 1300 mg pro Tag. Gute Kalziumquellen sind Milch, Joghurt, Käse, Quark, Kefir, angereicherte Pflanzendrinks, Brokkoli, Kohl, Sardinen oder Lachs mit Gräten.
Vitamin D hilft dem Körper, Kalzium aufzunehmen. Es ist auch wichtig für Muskeln, Nervensystem und allgemeine Gesundheit. Für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren gilt häufig ein Referenzwert von 15 mcg oder 600 IE pro Tag. Quellen für Vitamin D sind fetter Fisch, Eier, einige Milchprodukte und speziell mit Vitamin D angereicherte Lebensmittel. Sonnenlicht hilft dem Körper ebenfalls, Vitamin D zu bilden, aber nur auf Sonne zu setzen ist nicht immer richtig, besonders im Winter oder wenn das Kind selten draußen ist.
Eisen
Eisen wird gebraucht, um Sauerstoff im Körper zu transportieren. Wenn Eisen niedrig ist, kann der Spieler schneller müde werden, lange Trainingseinheiten schlechter vertragen und Konzentration verlieren. Für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren liegt der Referenzwert ungefähr bei 11 mg pro Tag für Jungen und 15 mg pro Tag für Mädchen. Für Mädchen im Teenageralter ist Eisen wegen Menstruation und Wachstum besonders wichtig.
Gute Eisenquellen sind Rindfleisch, Huhn, Pute, Fisch, Eier, Leber, Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Buchweizen, Spinat, Nüsse, Rosinen, angereicherte Cerealien und Brot. Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird besser aufgenommen, wenn es zusammen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln gegessen wird: Orange, Beeren, Kiwi, Paprika, Tomaten und Brokkoli.
Magnesium
Magnesium ist an der Arbeit von Muskeln und Nervensystem beteiligt, hilft dem Körper, Energie normal zu nutzen, und unterstützt Knochen und Erholung. Für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren liegt ein Referenzwert bei etwa 410 mg pro Tag für Jungen und 360 mg pro Tag für Mädchen. Quellen für Magnesium sind Nüsse, Samen, Haferflocken, Buchweizen, Vollkornbrot, Bohnen, Linsen, Spinat, Bananen und Joghurt.
Wichtig ist, Magnesium nicht als magische Lösung für alle Krämpfe zu sehen. Krämpfe können mit Müdigkeit, Hitze, Flüssigkeitsverlust, niedrigem Natrium, Überlastung oder schlechter Regeneration zusammenhängen. Deshalb ist es besser, Ernährung und Trinken insgesamt anzuschauen, statt nach einer einzigen Tablette zu suchen.
Natrium und Kalium
Natrium und Kalium sind Elektrolyte. Sie gehen mit dem Schweiß verloren und helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu erhalten. An einem normalen Tag liefert die übliche Ernährung meist genug davon. Aber bei Hitze, langen Matches, starkem Schwitzen oder mehreren Matches an einem Tag kann Wasser allein nicht ausreichen: Getränke mit Elektrolyten oder Lebensmittel, die Salze ersetzen, können hilfreich sein. Tennis-Empfehlungen zur Regeneration betonen ebenfalls, dass Flüssigkeit und Elektrolyte, darunter Natrium und Kalium, nach Schweißverlust ersetzt werden müssen.
Kaliumquellen sind Bananen, Kartoffeln, Trockenfrüchte, Joghurt, Bohnen, Linsen und Orangen. Natriumquellen sind normal salzige Speisen, Suppe, salzige Cracker und Sportgetränke mit Elektrolyten. An einem heißen Turniertag nach einem langen Match kann es manchmal besser sein, nicht nur Wasser zu trinken, sondern auch ein Getränk mit Elektrolyten.
B-Vitamine, Vitamin C und Antioxidantien
B-Vitamine sind wichtig für den Energiestoffwechsel. Sie machen den Spieler nicht von selbst "schneller", aber sie helfen dem Körper, Kohlenhydrate, Protein und Fette normal zu nutzen. Quellen sind Getreide, Vollkornbrot, Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Hülsenfrüchte.
Vitamin C wird für das Immunsystem, Bindegewebe und Erholung benötigt. Quellen sind Zitrusfrüchte, Kiwi, Beeren, Paprika, Brokkoli und Tomaten. Vitamin A und E sowie andere Antioxidantien sollte man am besten über normale Lebensmittel bekommen: Gemüse, Obst, Beeren, Blattgemüse, Nüsse und pflanzliche Öle.
Braucht ein junger Tennisspieler Vitaminpräparate?
Die wichtigste Regel lautet: zuerst Essen, dann Blutwerte, und erst danach Nahrungsergänzung, wenn sie wirklich nötig ist. Es lohnt sich nicht, "Sportvitamine" nur deshalb zu kaufen, weil ein Kind Tennis spielt. Zu viel von manchen Stoffen kann ebenfalls schaden: sehr hohe Dosen von Vitamin D oder Eisen sollten zum Beispiel nicht ohne Arzt eingenommen werden. Das NIH weist direkt darauf hin, dass zu viel Vitamin D Gesundheitsprobleme verursachen kann und dass Eisenpräparate nicht ohne Bedarf verwendet werden sollten.
Eine vernünftige Option für Eltern: Wenn das Kind oft müde ist, schlecht regeneriert, blass geworden ist, häufig krank wird, über Schwäche klagt oder einen deutlichen Ausdauerabfall hat, sollte man nicht mit Tabletten anfangen. Besser ist es, mit einem Arzt über Untersuchungen zu sprechen: Blutbild, Ferritin, Vitamin D und andere Marker, wenn ein Facharzt sie empfiehlt.
Ein einfaches Beispiel für einen Tag
Frühstück: Haferflocken + Joghurt + Banane + Beeren.
Mittagessen: Reis oder Pasta + Huhn/Fisch + Gemüsesalat.
Snack: Quark oder Joghurt + Obst, oder ein Sandwich mit Käse/Pute.
Nach dem Training: Wasser + Essen mit Kohlenhydraten und Protein.
Abendessen: Kartoffeln/Buchweizen/Pasta + Eier/Fisch/Fleisch + Gemüse.
Bei Hitze oder während eines langen Matches: Wasser plus Elektrolyte, besonders wenn der Spieler stark schwitzt.
Die Schlussfolgerung ist einfach: Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig, aber ihre Aufgabe ist nicht, normales Essen zu ersetzen. Sie unterstützen Wachstum, Gesundheit, Erholung und stabiles Spielen. Die beste Ernährung für einen jungen Tennisspieler sind nicht Tabletten, sondern regelmäßige Mahlzeiten: Getreide, Fleisch oder Fisch, Eier, Milchprodukte, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und genug Flüssigkeit.